Kindersprache

Gerade eine historische Stadtführung für Grundschüler mitgehört:

“… dass sie ihm untreu geworden sei! Aber dann fand er heraus, dass dem… ” – kurzes Innehalten – “… dass das gar nicht stimmte.”

Da ist der Stadtführerin also noch aufgefallen, dass “dem war nicht so” für Kinder evtl. schwer zu verstehen ist. Viel eher als diese Umschreibung hätte mich allerdings die von “untreu werden” interessiert.

Die Kinder wahrscheinlich auch…

Ungewollte Etikettierung

Eine meiner größten Ängste ist, eines Tages ohne Competition-Pro-Joysticks dazustehen und somit nicht mehr zünftig C64 zocken zu können. Das führt immer wieder zu Hamsterkäufen, die allerdings einer sorgfältigen Qualitätskontrolle zu unterziehen sind. Da es inzwischen zu viele sind, um den Überblick im Kopf zu behalten, bin ich dazu übergegangen, neonfarbene Post-Its mit den bisherigen Testergebnissen unter die Joysticks zu kleben. Darauf steht dann zum Beispiel “gut” oder “Feuerknopf klemmt”.

Neulich sah ich Enja durch den Schnee stapfen, und was pappte ihr da am Fuß?

Ein Post-It mit folgender Aufschrift:

geht manchmal nicht links

Ein blindes Huhn…

… war hier am Werk:

Ich persönlich habe leider weder ein Korn noch des Erstlings Wäsche gefunden, denn Erik ist mit Größe 68 mittlerweile aus dem C&A-Programm herausgewachsen. Zwei oder drei Minuten lang stand ich irritiert vor dem Regal, bis mir klar wurde, dass das halt so ist im Präsenzhandel: Wenn’s da nicht hängt, heimgehen. Beim nächsten Mal gleich mailordern.

Senf, soziale Netzwerke und Spam, der keiner ist

Es begann alles mit einem Senfglas. Einem, das man nach erfolgreicher Entleerung als Trinkglas mit lustigem Motiv weiterverwenden kann. Ich kaufte es und war stolz auf diese Multifunktionalität. Als der Göttergatte das sah, war sein erster Kommentar: “Wie cool, das kann man ja weiterverwenden!” Und ich fühlte mich wieder mal darin bestätigt, dass wir einfach wahnsinnig gut zusammenpassen.

Das hätte ich gerne der Welt mitgeteilt, fand aber, dass das für einen Blog-Artikel zu wenig war. Davon ausgelöst, grübelte ich plötzlich, ob ich nach über einem Jahr Abstinenz wieder zu Facebook zurückkehren sollte, wo man sowas mal schnell in den Status posten kann: “Gründe, warum ich meinen Mann liebe: Weil er von wiederverwendbaren Senfgläsern genauso angetan ist wie ich”.

(Auch ein guter Facebook-Status-Satz ist übrigens: “Ich wäre ja zu Google+ gegangen, aber da ist keiner.”)

Mein Profil habe ich nicht gelöscht, nur deaktiviert, also versuchte ich heute spontan, mich wieder einzuloggen. Passwort vergessen? Kein Problem. Sagte Facebook. Und schickte mir kein neues. Aber die freundliche Login-Seite versprach: “Wenn du nach 30 Minuten keine Mail bekommen hast, klicke hier.” Das tat ich frohen Mutes und bekam folgende Hilfestellung (ich paraphrasiere):

1. Versuch’s doch einfach noch mal.

2. Versuch’s doch morgen noch mal, vielleicht sind wir einfach wahnsinnig beschäftigt.

3. Liegt bestimmt nicht an uns, sondern an deinem E-Mail-Provider. Frag doch da mal nach und lass uns in Ruhe.

Aha. Meine Daten behalten, aber mich nicht mehr zurückhaben wollen. Fängt ja gut an. Mir fiel dann zum Glück noch ein, dass ich mal den Spamfolder prüfen könnte.

Zum Glück, denn dort fand sich zwar auch keine Nachricht von Facebook, dafür aber eine fast einen Monat alte Mail von ehemaligen Kollegen mit wichtigem Dateianhang. Fast einen Monat, denn nach 30 Tagen wäre sie gelöscht worden. Puuuh.

Vor lauter Aufregung darüber fiel mir auch mein Passwort wieder ein und so bin ich heute wieder offiziell sozialer Netzwerker. Und das wurde schon geliked. (geliket?)

Kommentar vom Göttergatten: “Soll ich mich jetzt auch mal bei Facebook anmelden?” – Ich: “Mit welcher Motivation?” – Er: “Damit ich kontrollieren kann, was du schreibst.”

Ich sage ja: Wir passen wahnsinnig gut zusammen.