Seit Mai 2010 sind wir Kunden bei M-Net. Die miese VoIP-Sprachqualität bei 1&1 trieb uns in die Arme des Lokalanbieters: M-Net ist neben der Telekom und Alice eine der letzten Möglichkeiten, einen echofreien Analoganschluss zu ergattern. (Nützt zwar nichts, da 90% unserer Freunde VoIP benutzten und somit doch wieder ein Echo drin ist, aber über dieses Detail sehen wir mal hinweg.)
Da unser Vertrag im April 2012 ausläuft, habe ich M-Net mal angeschrieben und gefragt, was denn für uns drin wäre, wenn wir unseren Vertrag 24 Monate verlängern würden. Wenn man sich nicht rührt, ist ja gar nichts drin. Daraufhin wurde mir eine Gutschrift von €25, eine Fritz!Box 3170 (Wert ca. €30) sowie 5% Treuerabatt angeboten (macht über 24 Monate ca. €90).
Neukunden bekommen bei Online-Vertragsabschluss einen Bonus von €160. Darauf angesprochen, geriet die Telefonhotline etwas in Erklärungsnot. Ich hätte ja schon einen Neukundenbonus erhalten, als ich den Vertrag abschloss. Richtig, aber jetzt schließe ich ihn ja nochmal für 24 Monate ab – warum werde ich da so viel schlechter gestellt? Nun, ich sei ja noch kein wirklicher Stammkunde – in einigen Jahren könne man da vielleicht mehr machen. Hä? Ich muss also erst einige Jahre lang Kunde sein, um so behandelt zu werden wie Neukunden? Ein Schelm, wer dabei denkt, M-Net würde Neukunden nur Honig ums Maul schmieren, ihnen dann aber doch bloß ein Knäckebrot anbieten.
Naja, €90 sind ja auch schonmal was, also bin ich mit dem Knäckebrot-Schreiben in die Filiale im Bahnhof am Marienplatz gepilgert und habe einen Kundenbetreuer gebeten, dieses Angebot vertraglich umzusetzen. Der besagte Betreuer war nicht eben enthusiastisch, ich musste ihn mehrmals darauf hinweisen, dass ich sämtliche Anschlussparameter wie z.B. die Always-on-Option unverändert beibehalten möchte.
Anscheinend war ihm die Sache aber doch zu kompliziert, denn auf dem Vertrag fehlte ein Kreuzchen zur Aktivierung der Rufnummernübermittlung. Wahrscheinlich hätte er, um diese Einstellung korrekt aus dem Bestandsvertrag zu übernehmen, mehrere Mausklicks durchführen müssen – das war bei so viel Entgegenkommen dann nun doch einfach nicht mehr drin.
Leider habe ich das fehlende Kreuzchen nicht bemerkt, so dass seit ein paar Tagen unsere Rufnummer unterdrückt wird. Peinlich – das machen doch nur Leute, die seit 30 Jahren bei der Telekom sind, oder solche, die im Auftrag ihrer Majestät ganz dringend unerkannt bleiben müssen.
Heute, satte zwei Wochen nach der Aktion am Marienplatz, kam dann auch das Bestätigungsschreiben an, in dem neben der ungewollten CLIR auch plötzlich Versandkosten für die Fritz!Box auftauchen, die vorher zu €0 versprochen worden waren.
Hier nochmal zum Mitschreiben, zuerst das Versprechen (NB: €0 Versand):

Dann der Vertrag, mit dem fehlenden Kreuzchen in Abschnitt 4. (Lustig: Die €25 heißen “Winback” – dabei wollte ich ja gar nicht away. Bekommt man die nur, wenn man mit einem Wechsel droht?)

Schließlich die Bestätigung (NB: €9,90 Versand). Datiert vom 30.11., bei uns in der Post am 06.12., kündigt es einen Wechsel am 01.12. an, als läge der in der Zukunft :-) Nun habe ich natürlich keine Möglichkeit mehr, die Fehler zu korrigieren.

Und, ähm, wir erinnern uns: Der aktuelle Vertrag läuft noch bis April 2012. Da wurden glatt mal 4 Monate Mindestlaufzeit verschenkt. Ich bin verwirrt, und die Gegenstelle offenbar auch.
Mal sehen, ob ich M-Net überzeugen kann, an unserer etwas angeschlagenen Beziehung zu arbeiten. Es ist ja schließlich bald Weihnachten und alle sind gefälligst lieb zueinander.